VON GUT ZU GROßARTIG: 4 SCHRITTE FÜR DIE PERFEKTE POSE
- Sirma Koc
- 20. Okt. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Juni 2025
SO MACHST DU MIT CLEVEREN POSING-TRICKS DAS BESTE AUS JEDEM FOTO
Jeder kennt es - du siehst dich in Fotos und denkst dir "ughhhh, wie sehe ich denn aus?" und würdest am liebsten wegschauen. Oft liegt es nicht daran, dass du in diesem Moment schlecht ausgesehen hast, sondern höchstwahrscheinlich an schlechtem Licht UND an deiner POSE. Aber keine Sorge! Egal ob bei einem professionellen Fotoshooting oder einfach beim Festhalten deiner Urlaubserinnerungen - es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, die du leicht anwenden kannst, um zukünftig voller Vorfreude auf deine nächsten Aufnahmen zu blicken!

Und hier sind meine 4 Tipps, die ich bei unseren Kundinnen aber auch bei mir selber anwende, um auf Fotos fantastisch auszusehen:
Das Gewicht auf ein Bein verlagern, das andere Bein seitlich oder nach vorne strecken
Eine Hand an die Taille legen
Mit der anderen Hand der Hüfte entlang nach oben gleiten und Ellenbogen nach hinten drücken
"Kinn vor und runter" oder die "Schildkröte" :)
Diese Tipps sind universal und können von jeder Frau angewendet werden. An den folgenden Beispielen werde ich illustrieren wie man mit diesen 4 Schritten eine schlechte Asugangspose in eine starke, ausdrucksvolle und feminine Pose umwandeln kann.
STEHENDE POSE VERFEINERN / BEIN SEITLICH
Hier wird deutlich, was ich meine: Auf dem ersten Bild nimmt unser Model Julia eine Standardpose ein, die viele Frauen vor der Kamera wählen, wenn sie unsicher sind, was sie tun sollen. Unabhängig vom Styling oder von der technischen Raffinesse wirkt so ein Foto oft etwas uninteressant.
Auf dem zweiten Bild haben wir unser Model gebeten, das Gewicht auf das rechte oder linke Bein zu verlagern und das andere Bein seitlich zu strecken (Schritt 1). Seht ihr, wie sich Julias Ausdruck sofort verändert hat? Also, wenn ihr das nächste Mal vor der Kamera steht, denkt daran, ein Bein seitlich zu strecken - das wird das Foto sofort verbessern!
Im nächsten Schritt haben wir unser Model gebeten, ihre Hand an die Taille zu legen (Schritt2). Unser Blick kann jetzt nicht nur zwischen Gesicht und Beinen wandern, sondern bewegt sich in einem Zick-Zack vom Gesicht zur Mitte des Fotos weiter zu den Beinen und zurück zum Gesicht. Die Pose wirkt nicht mehr so statisch.
Auf dem vierten Foto haben wir Julia angewiesen, mit der anderen Hand ihrer Hüfte nach oben entlang zu gleiten und ihren Ellenbogen nach hinten zu drücken (Schritt 3). Dieser Trick betont die Taille noch mehr. Je mehr Form wir in unsere Fotos bringen und je weniger gerade Linien wir verwenden, desto weicher, weiblicher und dynamischer wirkt das Bild.
Der Schritt 4, "Kinn vor und runter", ist ein konstantes Mantra bei unseren Fotoshootings und wird oft wiederholt. Dadurch wird die kinnlinie betont und einen Doppelkinn vermieden.
STEHENDE POSE VERFEINERN / BEIN NACH VORNE
In diesem Beispiel zeige ich euch eine Variation, wie wir eine unvorteilhafte Ausgangpose in vier Schritten in eine feminine und dynamische Pose verwandeln können.
Hier sind die genauen Anweisungen, die wir unserem Model gegeben haben:
Verlagere dein Gewicht auf das hintere Bein und strecke das andere Bein nach vorne. Im Unterschied zum vorherigen Beispiel ist hier das Bein nicht seitlich ausgestreckt, sondern nach vorne, mit leicht geknicktem Knie, während das Model sich an den Fingerspitzen abstützt.
Stütze eine Hand an deiner Taille oder Hüfte. Hier suchen wir nach dem so genannten "Sanduhr"-Effekt, bei dem die Taillie betont wird und die Kurven zur Geltung kommen.
Gleite mit deiner anderen Hand entlang deiner Hüfte nach oben und drücke deinen Ellbogen so kräftig wie möglich nach hinten.
Strecke dein Kinn nach vorne und leicht nach unten. Seht ihr wie die Kinnpartie betont wird, der Blick wird ausdrucksstärker und dadurch wird eine stärkere Verbindung zur Kamera hergestellt.
Der Kontrast zwischen dem ersten und letzten Foto spricht für sich - eine spürbare Verbesserung, oder? Das ist die Magie der richtigen Pose, und sie wird auch deine Fotos in ein neues Licht rücken!
DIE PERSPEKTIVE ZÄHLT: NÄHER WIRKT GRÖßER, WEITER WEG WIRKT KLEINER
Um die obige Aussage zu unterstreichen, zeigen wir euch vier aufeinanderfolgende Fotos. Im ersten Bild seht ihr, wie unser Model ihren Kopf weiter von der Kamera entfernt hat als ihren Oberkörper. Das verleiht ihr eine größere Erscheinung. Hier gilt es auch anhand der vier
Schritte die Pose zu verbessern und ein Foto voller Ausdruck und Verbindung zur Kamera zu schaffen, was in Erinnerung bleibt.
Vergleicht den Unterschied zwischen dem ersten und dem letzten Foto. Auf dem letzten Bild hat unser Model den Kopf näher ans Objektiv gebracht. Das verleiht ihr ein selbstbewusstes Auftreten, eine kraftvolle Ausstrahlung und lässt ihren Oberkörper im Vergleich zum ersten Bild schlanker wirken. Aus diesem Grund werdet ihr mich bei einem Shooting konstant hören: "Beug dich leicht nach vorne zu mir, Kinn vor und runter, KINN VOR UND RUNTER " Eine Art, es sich einzuprägen, wäre es an eine Schildkröte zu denken :) Fällt euch außerdem auf, wie viel besser ihre Taille betont wird, wenn ich sie bitte, ihren Oberkörper weiter zu mir zu drehen? Das liegt an der Perspektive und wie die Kamera sieht.
BONUS TIP: HÄNDE POSEN!
Nichts kann ein schönes Foto schneller ruinieren als schlecht positionierte Hände. Schaut euch die folgenden zwei Bilder an.
Neben dem offensichtlichen Unterschied, dass unser Model auf dem ersten Bild von der Kamera wegschaut und keine Handschuhe trägt, fallen vor allem die Hände auf. Auf dem ersten Bild sehen wir die Vorderseite von Julias Hand, die zu einer Faust geballt ist, sowie die Finger ihrer anderen Hand, die ebenfalls zusammengepresst sind und dadurch optisch kürzer wirken. Wir haben Julia gebeten, ihre Hand seitlich zu drehen und die Finger zu strecken.
Ein weiterer Fehler, den man beim Posieren der Hände vermeiden sollte, ist, dass die Hand nicht zu fest ans Gesicht gedrückt wird. Die Finger sollten weich und ausgestreckt sein und das Gesicht nur leicht berühren.
FAZIT
Auch bei Frauen, die von Natur aus eine gute Haltung haben und sich vor der Kamera souverän bewegen, ist es entscheidend, jede Pose noch einmal zu optimieren. Denn die Kamera erfasst Feinheiten, die dem bloßen Auge entgehen. "Posing" bedeutet hier nicht, dass du auf den Fotos unnatürlich wirkst, sondern dass du deine natürliche Schönheit und Ausstrahlung optimal zur Geltung bringst. Es geht darum, die strahlendste Version von dir einzufangen, die in jedem Bild zum Ausdruck kommt. Dabei spielen kleine Anpassungen eine große Rolle und sie können den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Foto ausmachen.
Hier könnt ihr unseren Blogbeitrag "5 Outfit-Ideen für Dein Babybauch Shooting" lesen.


































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